Projekt 04 Oliver Breitenstein
#Reinickendorfer Straße U5

Oliver Breitenstein (*1965) studierte Kunst in Enschede, scheiterte jedoch mit diesem Vorhaben. Danach arbeitete er aber erfolgreich als Bratwurstverkäufer vor einem Baumarkt in Herne, bevor er sich entschloss diese Karriere zu Gunsten einer Abendhausmeisterstelle in Münster aufzugeben. Als früher Vertreter der Generation Praktikum absolvierte er zahlreiche dieser prekären Beschäftigungen bei Künstlern wie Stephan US, Stefan Riebel, Jaepas, Tassilo Sturm und dem Schriftsteller Andreas Weber, um schließlich als Meisterschüler von Ruppe Koselleck sein Glück in der Kunstwelt zu versuchen. Nachdem er mit seinem Projekt "ich schaue kunst auch für sie." einige Auftritte im TV hatte, hofft er nun auf eine Teilnahme im "Dschungelcamp".

 
Plakat von Oliver Breitenstein
 

Die Existenzbelege orientieren sich an einer "Ästhetik der Existenz". Sie verzichten auf jegliche künstlerische Überhöhung und zeigen ungeschönt die prekäre Existenz des Einzelnen anhand von alltäglichen Zahlungsvorgängen. Die damit verbundene Kostenfrage lässt sich vom zunächst rein Privaten auf die Gesellschaft übertragen: Sowohl für den Einzelnen als aber auch für Banken oder die Umwelt besteht eine existentielle Krisensituation. Die kapitalistische Ideologie bzw. Gesellschaftsform, unbeeindruckt von diesen Existenznöten, bestimmt aber weiterhin unser Dasein über das Primat des Geldes und veräußert Daten zur Ökonomisierung unserer Existenz. Die Existenzbelege greifen hier vor und legen das "gut gehütete" private Bankgeheimnis öffentlich dar.

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index

01 Horst Bartnig #Haselhorst U7

02 Martina Becker #Leinestraße U8

03 Sven Bergelt #Lipschitzallee U7

04 Oliver Breitenstein #Reinickendorfer Straße U6

05 Ilse Ermen #Amrumer Straße U9

06 Samuel Merrill / Hans Hack #Schillingstraße U5

07 Marc Schmitz #Schönleinstraße U8

08 Andy Scholz #Weberwiese U5

09 Eric Winkler #Hansaplatz U9

10 # Phase2

 

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